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Ernährung im Homeoffice 

12. April 2020

aufgeklappter Laptop mit einer Tasse Kaffee

„Homeoffice“ - von zu Hause arbeiten. Das hat sich der ein oder andere mit Sicherheit schon einmal gewünscht und siehe da, es ging schneller als gedacht. Die aktuelle Situation (Stichwort: COVID-19) zwingt uns, vor allem im Arbeitsalltag, neue Strukturen zu entwickeln. 


Nach den ersten Tagen oder Wochen wird klar: Homeoffice bedeutet nicht, im Schlafanzug mit einem Kaffee gemütlich am Schreibtisch zu sitzen und ein paar Mails zu beantworten, während zeitgleich die zweite Ladung Wäsche in der Waschmaschine läuft.

Hier ein paar Fragen für dich, die du nun ehrlich beantworten darfst:

  • Bin ich im Homeoffice genauso produktiv wie an meinem eigentlichen Arbeitsplatz?
  • Arbeite ich strukturiert oder lasse ich mich leicht ablenken?
  • Ist das Arbeiten zu Hause wirklich so viel entspannter als an meinem Arbeitsplatz?
  • Hat sich mein Ernährungsalltag durch das Homeoffice verändert?


Vielleicht kamst du bei der ein oder anderen Frage bereits ins Grübeln oder du hast sie dir ohnehin schonmal gestellt.

Dieser Artikel soll sich vor allem auf die Ernährung im Homeoffice beziehen. Doch die anderen gestellten Fragen werden hierbei nicht außen vor bleiben.

Aktuell kursieren etliche Empfehlungen, wie der temporäre Arbeitsplatz aussehen sollte, dass das Handy am besten in einem anderen Raum liegen sollte und wie die perfekte To-Do-Liste für die anstehenden Aufgaben erstellt wird. Es handelt sich hier um sinnvolle Tipps, die helfen können, den Arbeitsalltag zu Hause zu strukturieren. 

Um leistungsfähig und konzentriert zu arbeiten, zählt aber vor allem eines: Dein Körper sollte nicht vollkommen aus seinem Biorhythmus gebracht werden. Es folgen Empfehlungen, wie du diesen möglichst beibehalten kannst und vielleicht sogar ein paar neue, sinnvolle Routinen entwickelst:

 

1. Jeder hat einen individuellen Schlafrhythmus. Es kann sich als sinnvoll erweisen, zur selben Zeit zu Bett zu gehen und aufzustehen, wie man es normalerweise von Montag bis Freitag tut. 

 


Zeitiges Aufstehen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Wenn du allerdings weißt, dass du normalerweise unter der Woche zu wenig schläfst, könntest du die Zeit nutzen, um dir ein früheres zu Bett gehen anzueignen.

 Die Ernährung wirkt sich auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus. Auf der einen Seite kann ein leerer Magen zu Konzentrationsschwierigkeiten führen, während andererseits der Kühlschrank eine magische Anziehungskraft besitzt, sobald es eine Aufgabe zu erledigen gilt, die vermutlich unangenehm oder aufwendig ist. 

Um das zu vermeiden, solltest du dir überlegen, wann du normalerweise am Arbeitsplatz frühstückst, eine Zwischenmahlzeit einnimmst oder zu welchem Zeitpunkt deine Mittagspause ist. Versuche diese Zeiten auch im Homeoffice einzuhalten.

 

2. Führe dir deinen Ernährungsalltag aus dem Büro vor Augen und setze ihn weiterhin um.


Fällt dir bei der Überlegung auf, dass du beispielsweise nie frühstückst oder du ständig am Schreibtisch am Essen bist, nutze die aktuelle Situation, um etwas zu ändern: Sowohl eine Frühstücks-, als auch eine Mittagspause sollte nicht vor dem PC sitzend stattfinden. Wenn das Wetter mitspielt, gehe einen Moment an die frische Luft, um dort deine Mahlzeit zu genießen. Falls dies nicht möglich ist, versuche wenigstens für ein paar Minuten den flackernden Bildschirm vor dir auszuschalten, um dich auf das Essen konzentrieren zu können und auf dein Hungergefühl zu hören.

Solltest du trotz allem zwischendurch während des Arbeitens einen kleinen Hunger verspüren, bereite dir etwas Rohkost oder Obst zu. Süßigkeiten sollten nicht auf dem Schreibtisch stehen.  


 

eine Tasse Kaffee
3. Nutze deine Pausen sinnvoll.


Immer wieder sind wir dazu verleitet, nochmal schnell auf unser Smartphone zu schauen oder die Pause zu nutzen, um eine Kleinigkeit im Haushalt zu erledigen. Eine Pause ist dazu da, sich auszuruhen, zu erholen und neue Energie zu tanken. Das funktioniert meist am besten, wenn man dem Körper neue Energie zuführt und sich bewegt. Ein Spaziergang kann Wunder bewirken. Wer Kochen oder das Zubereiten von Mahlzeiten mit Entspannung gleichsetzt, kann natürlich die Mittagspause nutzen, um schnell eine Mahlzeit zu zaubern. In den meisten Fällen, soll es aber „schnell gehen“. Deshalb gilt: Sei vorbereitet. 


4. „Mealprep“ ist das A und O.

„Mealprep“, also das Vorbereiten von Mahlzeiten kann viel Zeit sparen. Koche also beim Abendessen eine Portion mehr, die du dir am nächsten Tag in der Pause erwärmen kannst. Ein Salat mit Brot oder der Beilage vom Vortag ist ebenfalls schnell zubereitet. Falls du doch mal etwas Neues ausprobieren möchtest, findest du hier ein paar Ideen: Rezepte

Glas und Karaffe mit Minz-Gurken-Wasser

 

5. Vergiss nicht, zu trinken!

Gemeint ist nicht der Kaffee, der im Büro in der Regel im Übermaß konsumiert wird. Für unser Gehirn ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung essenziell. Deshalb sollte immer Wasser oder ungesüßter Tee an deinem Arbeitsplatz stehen. Vergewissere dich, dass du genügend Flüssigkeit zu dir nimmst. Sollte dir auffallen, dass du hier Schwierigkeiten hast, kann es helfen, eine Wasserkaraffe zu füllen, die bis Feierabend leer sein sollte. Weiter unten sind weitere Ideen aufgelistet, die dir das Trinken erleichtern können. 

 

Neben Routinen ist auch Platz für „Neues“:


Vielleicht gibt es ein paar Angewohnheiten, die du gerne ändern würdest oder du hättest gerne etwas Abwechslung zu deinem klassischen Pausenbrot. 

Für ein Frühstück bietet sich alternativ ein Müsli an. Müslis kannst du nach Geschmack abwechslungsreich gestalten und beispielsweise in einem Schraubglas auch mit zur Arbeit nehmen. Inspiration findest du hier: Müsli-Variationen

Vielleicht gibt es ein paar leckere Ofengerichte, die du immer mal ausprobieren wolltest, dir abends nach der Arbeit aber die Zeit dafür fehlt oder der Hunger zu groß ist? Bereite diese beispielsweise morgens vor, sodass du sie nur noch in den Ofen schieben musst. Dein Mittagessen gart im Ofen, während du arbeitest und du kannst in deiner Mittagspause eine warme Mahlzeit genießen. 

Weitere Gerichte, die wenig Zeit in Anspruch nehmen, findest du hier: Rezepte

Um deine Getränkeauswahl abwechslungsreich zu gestalten, bieten sich vor allem im Frühling oder Sommer abgekühlte Tees (bspw. Rooisbos oder Früchtetee) an. „Infused Water“ ist inzwischen zwar weit bekannt, kann aber weiterhin für viel Abwechslung sorgen. Wie wäre es also mit Gurke-Minze, Zitrone-Ingwer oder Basilikum? Eine Karaffe mit kaltem Wasser aufgießen und je nach gewünschter Intensität  ziehen lassen.

Außergewöhnliche Situationen wie diese, stellen uns vor neue Herausforderungen. Manchmal braucht es etwas Zeit, neue Strukturen zu entwickeln. Versuche dementsprechend deinen Ernährungsalltag an das Homeoffice anzupassen, ohne dich dabei unter Druck zu setzen. 

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